Publikationen
Das Ethnologische Seminar der Universität Zürich gibt die "Studien zur Sozialanthropologie" im Reimer-Verlag und die "Zürcher Arbeitspapiere zur Ethnologie" im Argonaut-Verlag des Ethnologischen Vereins Zürich heraus.
Weitere Schriften von AbsolventInnen und MitarbeiterInnen des einem sozialwissenschaftlichen Ansatz verpflichteten Instituts erscheinen bei den Verlagen Chronos, Focus, Peter Lang, IKO und Lit.
Die meisten Titel sind in der mit ethnologischer Literatur besonders gut bestückten Zürcher Buchhandlung KLIO vorrätig.
Neuerscheinungen
Entangled By
Multiple Tongues: The Role of Diaspora in the Transfer of Culture
Mareile Flitsch and Andreas Kaplony (eds.)
857-859 Introduction: “Seeds of Diaspora, Fruits of Multiple Tongues”
Hans-Lukas KIESER
861-882 “Hypsistos: Cultural Translation of Jewish Monotheism in the
Hellenistic Period”
Jörg LANCKAU
883-917 “Lantern Bearers—of the Qidan Species: The Importance of Qidan
Personnel in the Service of Two Alien Successor Dynasties During the Twelfth to
Fourteenth Centuries”
Erling VON MENDE
919-944 “ ‘Mecque de la pédagogie’: Two Ottoman Study Guides and Their
Plea for Swiss Pedagogics”
Leyla VON MENDE
945-967 “Institutions and Knowledge: Framing the Translation of Science
in Colonial South Asia”
Dhruv RAINA
969-984 “Hesitant Hands on Changing Tables: Negociating Dining Patterns
in Diaspora Food Culture Transfer”
Mareile FLITSCH
985-999 “Performing Ethnicity: the Videoartist Shyaporn Theerakulstit”
Natalie BOEHLER
1001-1027 “Negotiating Assimilation, Exoticism and Global Indian Modernity:
Transnational Subject-Making of Second Generation Indians in Switzerland”
Rohit JAIN
Peter Lang, Bern 2011. Asiatische Studien / Etudes asiatiques 65,3 (2011)
CHF 45.--, ISSN 0004-4717, www.peterlang.com
The Governance of Legal Pluralism. Empirical Studies from Africa and Beyond
Werner Zips and Markus Weilenmann (eds.)
Law is considered by lawyers and sociologists to be at the very center of social integration in Western societies, whereas social anthropological discourses regard law as marginal in Non-Western societies. Empirical studies of multi-sited legal frameworks in many post-colonial political settings demonstrate the difficulties to achieve any predictable mode of governance, much less “good governance”. The volume challenges both the marginalization of legal arrangements and discourses in social anthropology as well as the marginalization of legal anthropology within social anthropology. The Governance of Legal Pluralism aims at combining the related fields of Political and Legal Anthropology in order to contribute towards a meaningful (re)integration of the anthropology of law into the mainstream of social anthropology.
LIT-Verlag, Berlin und Wien 2011. Ethnologie: Forschung und Wissenschaft, Bd. 12, 300 S.,
29.90 Euro, br., ISBN 978-3-8258-9822-9
Parenting After the Century of the Child. Travelling Ideals, Institutional Negotiations and Individual Responses
Tatjana Thelen, Haldis Haukanes (Eds.)
Drawing on the latest international research, this book examines ideas on parenthood and the ‘globalization’ of childhood to provide new insights into the dynamics and ambivalences involved in their simultaneous reframing. This truly global volume will appeal to anthropologists and sociologists with interests in gender, childhood studies and the sociology of the family.
Ashgate 2010, 246 pages, Hardback, ISBN 978-1-4094-0111-7, £55.00
Zum Angebot: http://www.ashgate.com/isbn/9781409401117
Kindheit und Jugend anderswo. Ergebnisse ethnographischer Feldforschungen
Werner M. Egli, Lucia Kersten (Hg.)
Dieser Band versammelt Resümees studentischer Abschlussarbeiten, die am Ethnologischen Seminar Zürich entstanden sind. So unterschiedlich die Themen auch sind, gemeinsam ist den Studien, dass sie dem neueren Ansatz der Kindheitsforschung verpflichtet sind, der das Kind als selbständigen sozialen Akteur begreift. Zudem basieren alle auf teilnehmender Beobachtung, die tiefe Einblicke in fremde Lebenswelten, wie es jene von Kindern und Jugendlichen in und aus anderen Kulturen in doppelter Weise sind, ermöglicht. Die Autorinnen haben am Familienleben der Kinder teilgenommen, haben Kinder unterrichtet, trostlose Wochenenden mit ihnen verbracht und sind mit ihnen zu Hindutempeln gepilgert. Sie konnten dabei auch feststellen, dass die meist in prekären Verhältnissen lebenden Kinder diese nicht nur passiv erleiden, sondern auf ihrer Suche nach Anerkennung und Identität, Bildung und einem menschenwürdigen Dasein oft auch aktiv gestalten.
Reihe: Ethnologie: Forschung und Wissenschaft, Bd. 22, 2010, 304 S., 31.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-80044-2
Zum Angebot: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-80044-2
In the shadow of good governance: An ethnography of civil service reform in Africa
Gerhard Anders
In the shadow of good governance traces the implementation of the good governance agenda in Malawi from the loan documents signed by the representatives of the government and the Bretton Woods institutions to the individual experiences of civil servants who responded in unforeseen ways to the reform measures. Ethnographic evidence gathered in government offices, neighbourhoods and the private homes of civil servants living in Malawi’s urban and peri-urban areas undermines the common perception of a disconnect between state institutions and society in Africa. Instead, the book presents a comprehensive analysis of civil servants’ attempts to negotiate the effects of civil service reform and economic crisis at the turn of the 21st century.
“The anthropology of the postcolonial state takes a major step forward with Gerhard Anders' outstanding study. His ethnographic insights into the planning, implementation and manipulation of the civil service reform in Malawi give food for thought well beyond the specific case he writes about. No other study of the 1990s good governance agenda in Africa has accomplished Anders' nuanced account of the lived experience among civil servants caught up in the throes of change. This is a landmark study that challenges facile generalizations about corruption and the dysfunctional state in Africa.”
Harri Englund, University of Cambridge
Brill 2009
ca. 200 Seiten
ISBN-13:978 90 04 17982 0 ISBN-10:90 04 17982 8
CHF 63.-- / EUR 42
Zum Angebot: http://www.brill.nl/default.aspx?partid=210&pid=34902
Zum Fall machen, zum Fall werden
Wissensproduktion und Patientenerfahrung in Medizin und Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts
Sibylle Brändli (Hg.), Barbara Lüthi (Hg.), Gregor Spuhler (Hg.)
Fallgeschichten sind en vogue. In diesem Band geht es um dreierlei: erstens um Fallakten und Fallgeschichten als historische Quellen sowie um den Stellenwert von Fallstudien in der Geschichtswissenschaft. Zweitens um die Rolle von »Fällen« für die Medizin und Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Und drittens um die Erfahrungen von Menschen, die zu einem »Fall« werden. Der Band versammelt neue Forschungsergebnisse zur Psychiatrie- und Medizingeschichte und leistet damit einen Beitrag zur aktuellen Debatte über fallbezogene Untersuchungen in der Geschichtswissenschaft sowie in anderen Sozial- und Kulturwissenschaften.
link zur Buchseite bei Campus:
http://www.campus.de/wissenschaft/geschichte/Wissenschaftsgeschichte.40439.html/Zum+Fall+machen%2C+zum+Fall+werden.85844.html
Campus Verlag 2009
280 Seiten, 21 Abbildungen
EAN 9783593388649
€ 29,90
Border Crossings - Grenzverschiebungen und Grenzüberschreitungen in einer globalisierten Welt
Shalini Randeria (ed.)
Die vielfältigen Transformationsprozesse im Zuge der Globalisierung stellen herkömmliche politische, gesellschaftliche und kulturelle Grenzen zunehmend in Frage. Die erhöhte Mobilität von Menschen, Kapital, Gütern, Bildern und Informationen und die durch Telekommunikationstechnologien ermöglichte dichte Vernetzung von Individuen und Organisationen über nationalstaatliche Grenzen hinweg lassen die Globalisierung als Epoche der Grenzüberschreitungen erscheinen. Damit wird jedoch keine entgrenzte Weltgesellschaft eingeläutet; eher gehen die Veränderungen althergebrachter Grenzen mit neuen Grenzziehungen und der Verschiebung ihrer Bedeutung einher.
Die Publikation widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Grenzüberschreitungen und Grenzverschiebungen in einer globalisierten Welt, das seit einigen Jahren ins Zentrum des Interesses vieler Disziplinen gerückt ist, und dabei die Chancen und Risiken, die diese Prozesse bergen, problematisieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Toleranz, Religion, Rechtsstaatlichkeit, Migration, Staatsbürgerschaft sowie der Transformation von familiären Bindungen sowie individuellen und kollektiven Identitäten und deren Auswirkungen auf die Herstellung von Solidarität und Ausschluss. Besondere Beachtung wird dem aussereuropäischen Kontext und der Geschlechterperspektive geschenkt. Es wird angestrebt, diese komplexen und hochaktuellen Fragen aus der Sicht der verschiedenen Sozial- und Geisteswissenschaften sowie der Rechtswissenschaft zu erhellen.
2009, ca. 224 Seiten
vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich
ISBN 978-3-7281-3140-9
ca. CHF 48.00 / EUR 32.00 (D)
Vom Imperialismus zum Empire: Nicht-westliche Perspektiven auf Globalisierung
Shalini Randeria und Andreas Eckert (eds.)
Afrika, Asien und Lateinamerika blicken auf eine lange Geschichte der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Globalisierung zurück. Für all diese Kontinente stand die erste Begegnung mit dem Westen im Zeichen von Eroberung, Ausbeutung und Imperialismus. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden dort formal unabhängige und souveräne Staaten. Heute sind sie mit der »zweiten Globalisierung«, die Michael Hardt und Toni Negri in Empire analysierten, konfrontiert. Anhand von aktuellen Beispielen zeigen die Autoren, daß dieser Prozeß entgegen der vorherrschenden Meinung nicht zu einer weltweiten Angleichung der Lebensbedingungen führt.
2009, 337 Seiten
Edition Suhrkamp
ISBN 978-3-518-12548-9
CHF 25.-- / EUR 14.--
Social Security in Religious Networks: Anthropological
Perspectives on New Risks and Ambivalences
Carolin Leutloff-Grandits, Anja Peleikis and Tatjana Thelen
During the last decades The world has been facing tremendous political transformations and new risks: epidemics such as HIV/Aids have had destabilizing effect on the caretaking role of kin; in post-socialist countries political reforms have made unemployment a new source of insecurity. Furthermore, the state’s withdrawal from providing social security is taking place throughout the world. One response to these developments has been increased migration, which poses further challenges to kinship-based social support systems. This innovative volume focuses on the ambiguous role of religious networks in social security and traces the interrelatedness of religious networks and state and family support systems. Particularly timely, it describes these challenges as well as social security arrangements in the context of globalization and migration. The wide range of case studies from various parts of the world that examine various religious groups offers an important comparative contribution to the understanding of religious networks as providers of social security.
Bergahn 2009, 248 pages, ISBN 978-1-84545-576-7
