Ottiger, Nadja Ökologie und Wirtschaft II:
Ressourcenkonflikte und Umweltpolitik in Südasien
Mo 14–16 Proseminar

Am Beispiel ausgewählter Ressourcen wie Land, Wälder, Wasser und Bodenschätze (Minen) soll im Verlauf dieses Proseminars auf ökonomische, soziale, politische und rechtliche Kon-flikte verschiedener Akteure um natürliche Ressourcen eingegangen werden. Dabei wird der Fokus sowohl auf den lokalen, den nationalen sowie den internationalen Kontext solcher Res-sourcenkonflikte gerichtet. Zentrale Akteure in solchen Konflikten sind der Staat und seine In-stitutionen, die lokale Bevölkerung (Betroffene und Nutzniesser, Befürworter und Gegner), soziale Bewegungen (Umweltbewegungen, Menschenrechtsbewegungen u. a.), NGOs (Nichtregierungsorganisationen), Wirtschaftsunternehmen, Internationale Institutionen wie etwa die Weltbank u. a.
Anhand von Fallbeispielen sollen Fragen nach den Ursachen von Ressourcenkonflikten ge-stellt werden und die Interessen, Strategien und Ziele der verschiedenen Akteure sowie die rechtli-chen Rahmenbedingungen untersucht werden. Dabei werden auch Möglichkeiten der Kon-fliktlösung mittels sogenannter Praktiken des Co-Managements zwischen lokalen Nut-zergrup-pen und dem Staat thematisiert.
Ebenfalls von Interesse sind die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster (Ideologien) der ver-schiedenen Akteure und ihrer «Umweltpolitik» sowie die wissenschaftlichen Deutungen (Theo-rien) des Umgangs der verschiedenen Akteure mit umstrittenen natürlichen Ressour-cen.
Regional wird insbesondere auf den südasiatischen Raum (Indien) eingegangen, doch je nach Interesse der Teilnehmenden können auch Fallbeispiele aus anderen asiatischen Regionen ein-bezogen werden.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Teilnahmeberechtigt sind Studierende, die das Proseminar I Ökologie und Wirtschaft absolviert haben. Im Rahmen des Proseminars II kann ein Seminar-schein erworben werden.

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