Kummels, Ingrid

Gender, Rasse und nationale Identität im Grenzraum Kuba/USA

Seminar

Do 14–15.45

Wie formen AkteurInnen die lokalen sozialen Beziehungen in Kuba und in der kubanischen Exilgemeinde in den USA in der Wechselwirkung mit transnationalen Konstruktionen von Geschlecht, Rasse, Ethnizität und Nationalität? Im Rahmen des Seminars werden mit Blick auf diese Frage der Wandel und die Kontinuität von nichtehelicher Partnerschaft, des sogenannten matrifokalen familiären Musters, von Ehe, Heiratsmigration, Sexarbeit und der rassisch/ethnischen Gesellschaftsordnung fokussiert. Zu berücksichtigen ist, dass die lokalen sozialen Beziehungen in Kuba seit langem in einem transnationalen Kontext und im Rahmen einer globalen Hierarchie von «Dritter» vs. «Erster Welt» organisiert und sozial konstruiert werden. Trotz der sich stark verändernden politischen Koordinaten stand Kuba nach der Unabhängigkeit in einer Beziehung wirtschaftlicher Dependenz und eines engen kulturellen Austauschs erst zu den USA, dann zur Sowjetunion mit seinen sozialistischen «Brüderländern».

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